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Liebe Kolleginnen und Kollegen,
die Deutschsprachige Arbeitsgemeinschaft für Mikrochirurgie wurde 1977 gegründet, um den vielgestaltigen Anwendungsmöglichkeiten dieser damals neuen Technik eine Plattform und ein Diskussionsforum zu geben. Heute ist die Mikrochirurgie aus dem täglichen Leben einer chirurgischen Klinik nicht mehr wegzudenken und ist in das Standardrepertoire chirurgischer Techniken übergegangen. Der Anspruch an den mikrochirurgisch tätigen Arzt ist jedoch deutlich gewachsen von einer rein technischen Herausforderung zu dem eines Therapeuten welcher das biologische Potential und auch Limitationen seiner Patienten richtig einzuschätzen weiss.
Dies gilt für die Nervenchirurgie, welche sich in den letzten Jahren weg von der konventionellen anatomischen Rekonstruktion hin zu funktionellen selektiven Nerventransfers entwickelt hat. Dies gilt ebenso für den freien Gewebetransfer, welcher sichvon einfachen undifferenzierten Lappenplastiken hin zu einer Vielzahl an Perforatorlappenmit unterschiedlichen Gewebskomponenten entwickelt hat. Nicht zu vergessen sind die zahlreichen neuen Techniken zum Gewebeersatz, wie dem Tissue Engineering, Matrix Modeling, funktionelle Nervenstimulationoder auch die der bionischen Rekonstruktion. Diese Themenkomplexe werden in Zukunft sicherlich im Rahmen komplexer Rekonstruktionen mehr und mehr an Stellenwert gewinnen und sollen auch bei der heurigen Jahrestagung Schwerpunkte bilden.
Als Veranstaltungsort haben wir das Schloss Neuwaldegg gewählt um dieser Tagung einen stilvollen, gemütlichen Rahmen zu geben, welche durch sein historisches Ambiente optimale Bedingungen zum Erfahrungsaustausch und zur Pflege und Erneuerung von Kontakten dienen soll.
Ich hoffe sehr, Ihr Interesse geweckt zu haben und freue mich auf Ihre interessanten Beiträge. Es wäre sehr schön, Sie zur 33. Jahrestagung der Deutschsprachigen Arbeitsgemeinschaft für Mikrochirurgie (DAM) vom 10.-12. November 2011 in Wien begrüßen zu dürfen.
Ihr Univ.-Prof. Dr. Oskar Aszmann |